Chronik



RBU08, Bezirkslager & Högling (2008)

Die Rover nahmen dieses Jahr am Rover-Bundesunternehmen teil. Zur Auftaktveranstaltung gings in die „Stadt aus Eisen“ – Ferropolis. In der Nähe von Dessau zelteten wir zwischen riesengroßen Braunkohlebaggern und die Rover meldeten ihr Projekt an. Ein großer Spaß vor großartiger Kulisse mit 2000 Rovern aus ganz Deutschland. Im Herbst fuhren wir dann zum Abschluss des Unternehmens nach Westernohe.




„Wer ko, der ko. Wer ned ko, der mechad. I kon!“ So lautete das Motto des Bezirkslagers 2008 an der Leitzach. Trotz des meist schlechten Wetters war in diesem Lager jede Menge los. Von Besuchen bei der Feuerwehr über verrückte Maschinen („das Bezirkswunder“) bis hin zu zauberhaften Wesen rund um den Lagerplatz war jede Menge geboten. Die Kinder aus den verschiedenen Stämmen lernten sich besser kennen und erlebten gemeinsam einige Abenteuer.
Die letzten beiden Tage in der Sonne wurden noch mal so richtig ausgekostet.
Es war ein sehr schönes Lager mit all unseren Freunden aus den anderen Stämmen, so ist es ein wenig traurig, dass wir uns bis zum nächsten Bezirkslager noch ein paar Jahre gedulden müssen. Doch wie heißt es so schön im Lagersong: „Die Zeit vergeht doch die Erinnerung bleibt da, wirklich unvergesslich war das Bezirkslager...




Wegen des Bezirkslagers fiel unser Sommerlager diesmal etwas kürzer aus. Für vier Tage veranstalteten wir in Högling ein Olympialager. Wie sichs für echte Sportler gehört, fuhren wir natürlich mit dem Radl nach Högling. Erik gab Karate Training, die Kinder retteten namhafte Sportler, indem sie die böse Couchpotatoe besiegten und absolvierten einen sportlichen Postenlauf. Das Wetter war uns diesmal besser gesonnen und so konnten wir auch öfter mal Baden gehen. Ein sehr schönes, gemütliches Lager mit toller Bergkulisse!


Im Dezember stand dann wieder Seegatterl auf dem Programm. Diesmal unter dem Motto „Bauernhof“. Die Kinder durften Melken, Butter machen, Kartoffel glaubn, Holzhacken, Eier ausbrüten und noch vieles mehr. Wir feierten einen schönen Nachmittagsgottesdienst im Schnee. Am Abend machten wir dann eine Fackelwanderung zur Aufnahmefeier und nach dem abendlichen Festmahl, veranstalteten wir einen Spieleabend.


Franzi K



Schneizlreuth (2007)

So, dieses Jahr gabs ein zünftiges Heimatlager im Herzen Oberbayerns mitten in den Bergen in Schneizlreuth.Der Zeltplatz ist wunderschön und supergeil im Wald gelegen. Die Kids waren alle super, es gab keinen Streit! Hipp Hipp Hurra! Es hat auch nur zweimal geregnet! Das eine mal dann blöderweise am Hike, aber wir sind ja keine Weicheier;-) Göttlich war dieses Jahr der Fahnenmast samt Fahnenwache, Falle, WalkyTalkies und Nachtsichtgeräten;-)Niemand konnte unsere Fahne klauen, obwohl es wirklich einige versucht haben...
Ich habe das ganze Lager kochend im Küchenzelt verbracht, was mit Kruppi und Uli sehr witzig war. Letztendlich wars ein schöner Abschluss meiner Pfadfinderkarriere und ich übergebe das Wort an...


Franzi

Im September nahmen dann wir Leiter am Iron Scout Hike des Bezirks Rosenheim teil. Nachdem wir 12 Stunden im Jenbachtal rauf und runter gewandert waren und viele Aufgaben gelöst hatten, durften wir uns über einen grandiosen 3. Platz freuen. Obwohl das Wetter beim Wandern etwas zu wünschen übrig ließ, war es trotzdem ein super Wochenende!


Natürlich war die letzte Aktion des Jahres wieder das alljährliche Hüttenwochenende in Seegatterl, diesmal unter dem Thema „Weltraum“! Die Siedlung Bruckmühl war dabei unser Gast, was uns sehr gefreut hat. Die Zimmer wurden zu Planeten umdekoriert und am Samstag machten sich die Kinder dann auf zur großen Weltraumfahrt. Es wurden Raumschiffe gebaut, Alien-Eier transportiert, Space-Burger aus luftigen Höhen gerettet und gefährliche Lavasümpfe auf Baumstämmen überquert. Nach der Auftsiegsfeier stärkten sich alle mit Kinderpunsch an der Schneebar, die Spitzer und V so schön gebaut hatten. Ja, dieses Mal hatten wir sogar einiges an Schnee! Es war wieder mal ein sehr lustiger Abschluß des Jahres!


Franzi K



Streitwiesen (2006)

Dieses Jahr hat uns der Bus nach Streitwiesen gebracht. Eine verfallene Burg im Herzen von Österreich (Zwischen Linz und Wien). Dieses Zeltlager war unglaublich verregnet, in keinem Lager hat es mehr geregnet, als hier (an 5 von 7 Tagen!!) Wir mussten viele Teile des Programms rausschmeißen und durch wasserfesteres programm ersetzten, damit die Kinder wenigstens ihren Spaß haben konnten. Die waren nämlich unglaublich tapfer, nie haben sie gemeckert wegen dem Wetter! An den letzten beiden Tagen, pünktlich zum Abbau und zu unserem Wien-Ausflug mit Stadtralley ist das Wetter wieder schön geworden!

Im Oktober haben wir dann noch unser 25-Jähriges Jubiläum gefeiert. Nachmittags gab es einen Spieletag mit Luftballonverschicken, Schminken und Spielen für die kleinen. Am Abend haben wir einen Jugendgottesdienst gefeiert, den wir selbst gestalteten. Am Abend gabs dann wieder eine große Party im Pfarrheim, zu der alle aktiven und ehemaligen Pfadfinder eingeladen wurden.
Im Winter waren wir natürlich wieder in Seegatterl. Zum Motto "Asterix und Obelix" gabs Theater, Spiele, Postenlauf und Gruppenprogramm.

Franzi



BuGa, Schweden (2005)

Im Frühjahr konnten wir endlich unser neues Pfarrheim einweihen. Nach bestimmt 50 Jahren Planungszeit feierten wir eine inoffizielle Einweihungsparty für die "Jugend" unter dem Motto "Salam Aleikum" und beteiligten uns an der offiziellen Feier mal wieder mit Kinderbespaßung.
Im Sommer veranstalteten wir kein eigenes Stammeslager, sondern fuhren mit der ganzen Diözese aufs Lager auf der Budesgartenschau in Riem. Dafür mussten wir oft zu Vorbereitungstreffen im Bezirk, was auch mit ein Grund dafür ist, dass es jetzt im Rosenheimer Bezirk wieder so "rockt"(Zitat: Hubi). Wir haben nämlcih erkannt, dass das alles gar nicht so Idioten sind! Es war alles ein wenig chaotisch, ich war zwar Leiter, trotzdem hatte ich sehr oft keine Ahnung, was ich machen sollte. In diesem Jahr war ich Wölflingsleiter, was auch eigentlich richtigen Spaß gemacht hat, besonders die "Winterolympiade". In den letzten Tagen sind wir dann unglaublich im Matsch versunken, wir haben 3 Meter breite Gräben gegraben, um nicht noch mehr zu versinken...trotz allem war es aber auch sehr witzig!


Auf dem Weltjugendtag in Köln sind wir auch noch gefahren, zwar nur 3 tage und nicht die ganze Woche, aber eine interessante Erfahrung wars trotzdem. Am Freitag morgen um 4 sind wir losgefahren, in einer Nacht-und-Nebel Aktion, haben Köln angeschaut, sind auf dem Marienfeld gewesen und haben den Papst gesehen.


Wir älteren, sprich leiter und Rover waren im September dann noch in Schweden. Es war unheimlich geil. Wir waren auf einem kleinen Zeltplatz im Smaland, auf dem es noch nicht mal fließendes Wasser gab. Wir mussten uns immer am Brunne waschen und uns auf Plumpsklos erleichtern. Nach 20stündiger Fahrt mit dem Zug sind wir endlich dort angekommen. Wir waren im Elchpark, Kanufahren, 2 Tage in Göteborg, in Växjö, Värnamo und auf dem Rückweg in Koppenhagen. Ein Lager/Urlaub, den ich jederzeit wiederholen würde!


Im Winter waren wir in Seegatterl, diesmal unter dem Motto "Krabbat". Wir führten wieder ein geiles Theater vor, mit Stechl als Meister, Alex als Gevatter Tod, ich war das Mädchen Kantorka. Es gab ein Rollenspiel mit Papst Inkontinenz IV, Kaiserin Sissi, der Räuberbande...Beim Stufenprogramm sind Henschga, Ida und ich mit unserer Gruppe fast gestorben! wink Abends gabs dann noch einen kleinen Gottesdienst und die Aufstiegsfeier. Franzi



Westernohe (2004)

So, nachdem endlich durchgesetzt war, dass das neue Pfarrheim gebaut wird und sich der Pfarrgemeinderat mit dem Architekten geeinigt hatte, wurde endlich das alte Pfarrheim abgerissen. Wir konnten in den ganzen Saal Sand verschütten und feierten eine Beachparty! Geilo


Jippey, wir fahren in den Wilden Westen. Das Motto zu diesem Zeltlager war, ganz anders als vor 6 Jahren, "Wilder Westen, Cowboys & Indianer". Da ich hier Küche war, musste ich nicht wie all die anderen 12 Stunden lang mit dem Zug raufgurken, sondern bequem mit dem Auto düsen. Obwohl düsen auch übertrieben ist, bei dieser Klapperkiste, die wir hatten. Wie gesagt, in dem Zeltlager war ich Küche (zusammen mit Grimme und Raffi), also auch das erste Mal, dass ich in ein Zeltlager als Leiter mitgefahren bin. Am geilsten in diesm Zeltlger war der hammermäßige Beautyday, der diesmal als "Puder-Rosa-Ranch" aufgezogen wurde. Schon allein die Verkleidungen der Leiter waren zum totlachen! Bei meiner Leiterprüfung wurden dem Zeindi und mir die Augen verbunden und irgendwo ausgesetzt, wir hatten nicht mal ein Karte, und mussten zurück ins Lager finden. Das war auch ganz easy, wir entschlossen uns ziemlcih schnell fürs trampen. Als erstes nahm uns ein Maler mit, der uns auch gleich auf seinem Straßenatlas zeigte, wo wir uns befinden würde. Dann hielten wir 2 Budeswehrler auf, die ein wenig beängstigend waren, und als letztes einen besorgten Familienvater, der uns dann auch bis fast ganz ins Lager fuhr, weil er meinte, trampen sei gefährlich. Uns hat es gefallen.


Im Dezember waren wir natürlich in Seegatterl. Diesmal in "Russland". Ich war leider nicht dabei, weil ich am nächsten Montag eine Klausur hatte, es soll aber recht witzig gewesen sein. Franzi



Taufers (2003)

In Taufers waren wir zum ersten Mal als richtige Rover im Zeltlager. Das Thema dazu war irgendwas mit Zeitreise, ich weiß nicht mehr so genau. Oft standen wir bei Mayr und Grimme in der Küche und haben geschnibbelt. Wir hatten auch unseren eigenen Biergartenanbau hinter unserem Schlafzelt, weswegen wir vom Stavo auch riesigen Ärger bekamen, weil wir unser ganzes Zeltlager dort verbrachten. Ich erinnere mich auch an ein geiles Rollenspiel, bei dem wir Rover der römische Adel sein durften und die kleinen so geil manipulierten, an den Hike im Hochseilgarten, Kathi Sibbers konnte ihre Höhenangst trotzdem nicht überwinden, und an eine verhängsnisvolle Nacht danach (nicht für mich...)
Wir Rover waren danachnoch für eine Woche mit der Diözese in Kandersteg in der Schweiz. Das war dann allerdings für mich verhängnisvoll (aber auch nicht nur für mich...)
Der Rest war mit dem Bezirk auf einem Bezirkslager in Königsdorf, ich glaube das Motto war Herr der Ringe oder so...


Im Winter waren wir natürlich wieder in Seegatterl, besser auf da Oim, do gibts nämlich koa Sünd...Sehr geil, alle Leiter, Rover und manche Kids hatten ihre Tracht dabei. Das absolute Highlight: Seppi Gareis in seiner Lederhosen, die er, glaub ich, das ganze Wochenende nicht ausgezogen hat. Es gab natürlich wieder Theater und ansonsten auch das übliche Programm, aber am Samstag Nachmittag durften wir uns mit 2 Kästen Bier rauf auf die Winkelmoosalm schleppen. Wir hatten nette Bekanntschaften- mit einem Sodaten und dem Wirt ...


Franzi



Königsdorf (2002)

Im Jahr 2002 waren wir dann in Königsdorf. In der Nähe von Tölz, wir sind mit dem Zug hingefahren. Ich erinnere mich an einen Hike, bei dem uns unsere Leiter mal wieder durch die ganze Pampa gejagt haben, wir hatten als Pfadis natürlich überhaupt keinen Bock dazu. Eigentlich wollten wir lieber Segelfliegen, weil man da ja "Luftlinie" fährt, und das ist natürlich viel kürzer...(Gell, Henschga?) Letztendlich haben wir dann den Plan gefasst, ins Trimini am Keine-Ahnung-welcher-See gehen, das hatte aber dann zu. So sind wir 2 Tage lang planlos herumgeirrt. Die damaligen Jupfis hatten es auch unglaublich cool. Sie mussten ihre Machtkämpfe austragen, und sind den ganzen Tag auf einer Bergkuppe gehockt und haben diskutiert und sich geprügelt...
Was auch noch sehr geil war, war der Siedlertag. Alle Kinder haben sich am Schluss zusammengerottet, um gegen die Leiter zu kämpfen. Wir haben natürlich auch gewonnen! Ach, und als Aufnahmeprüfung in die Pfadi-Stufe haben wir einen Mega-Phallus aus einem Baumstamm geschnitzt...


Im Winter waren wir dann in Seegatterl. Zum Thema "Ghostbusters" passend haben wir mitm Mayr Schleim gekocht, Geisterfallen gebaut und Grünen Wackelpudding mit Wodka getrunken. Jammi!


Franzi



Mecklenburgische Seenplatte (2001)

2001 hatten wir dann einen neuen StaVo. Martin Huber hatte den Kasi abgelöst und führt den Stamm zusammen mit Martin Mayr. Wir Rover schafften es tatsächlich mit unserem Leiter Christoph von Hagke eine Gruppenfahrt auf die Füße zu Stellen und Besuchten Ostfrankreich mit dem Auto für eine Woche zu siebt. Es lebe der Führerschein. Wir könnten die gute Stimmung rüberretten und erreichten beim Iron Scout des Bezirks zusammen mit Grimmä und Hagki einen für Aiblinger Verhältnisse grandiosen fünften Platz und fühlten uns wie die Könige.


Im Sommer leitete Martin Huber den Stamm per Bus in neun Stunden zum zwanzigsten Stammesjubiläum an die Mecklenburgische Seenplatte nördlich von Berlin. Martin Mayr fehlte: Praktikum. Aus Rovern werden Leiter. Und so auch wir. Zum ersten Mal waren wir für Kinder eine Woche verantwortlich. Bus ausräumen, Zelte aufbauen bei Regen und den Kids heißen Tee kochen. Und dann gleich das Tollste am Anfang: Lagerfeuerverbot wegen Waldbrandgefahrenstufe was weiß ich wie gefährlich. Obwohl es gerade geregnet hatte! Aber die Mühlen der Bürokratie mahlen halt langsam. Auch in Ostdeutschland. Am nächsten Tag durften wir dann aber Feuer machen.
Höhepunkt des Lagers war für mich der Besuch Berlins per ehemaligen Rover-Hike für sage und schreibe zwei Stunden. Aber für einen Döner am Alex und eine Feuerwehruniform im Secondhand-Laden am Bahnhof-Zoo hat’s gereicht. Die anderen Stufenhikes führten per Kanu durch die Mecklenburgischen Seen. Ein plötzlich einsetzendes Gewitter sorgte jedoch dafür, dass diese Hikes regelrecht ins Wasser vielen. Besonders erinnere ich mich noch an die Aufnahmefeier am Seeufer im Fackelschein. Wenn man Wölfling wird, ist man aufgeregt, wenn man Leiter wird, auch noch.

Im Herbst feierten wir dann noch unser zwanzigjähriges Bestehen im Pfarrheim mit Jugendgottesdienst, Spielenachmittag, Liebeskummer und Party am Abend mit der damals bekannten Aiblinger Punk-Band Faustschlag aus den Reihen des Stammes, die sich dann aber kurz danach auflöste.

Im Dezember wurde ich StaVo als Nachfolger Martin Hubers. Ach ja, im Seegatterl sind wir auch noch gewesen, Schweden war das Thema in diesem Jahr. Ein Wochenende unter dem Motto Elch, Ikea, Smörrebrot… inmitten des extrem verschneiten Oberbayern. Und natürlich mit der ersten selbstgebauten Sauna, die sich dann noch jedes Jahr wiederholen sollte. Stechl



Elendskirchen, Leibnitz, Bezirkslager in Schechen (2000)

Pfingsten 2000 gab’s ein kleines Wochenendlager beim Opa vom Huber Martin und Andi in Elendskirchen. Elend war am Freitag das Wetter. Bei strömenden Regen sind wir dorthin geradelt. Aber die Großeltern der Hubers haben uns dann schon wieder trocken bekommen. Und Samstag und Sonntag war dann sehr schönes Wetter und der geplante Hike konnte stattfinden. Abends war noch Aufstiegsfeier.

Österreich rief dann im Sommer. Genauer gesagt Leibnitz in der Steiermark an der Grenze zu Slowenien. Hingekommen sind wir mit dem Reisebus, wobei der Busfahrer nicht unser Freund wurde und auf der Heimfahrt durch einen netteren ersetzt wurde. Einige werden sich noch an den Namen des Busunternehmens erinnern, das mit M. anfing und den Namen eines bekannten Sozialisten trägt.
Es war ein tolles Lager inmitten der steirischen Kürbisfelder an der Grenze zu Slowenien, das wir natürlich besuchten und Maribor per Stadtrally erkundeten. Bei dieser Stadtrally wurde unser Küchenmobiliar um ein Stück erweitert, das in den letzten Jahren im Zeltlager oft verwendet wurde. Danke an die, die damals das Mc Donalds Tablett ausgeliehen haben. Aber denkt daran, es zur rechten Zeit wieder zurückzubringen.
Zum ersten Mal kochte Andreas Grimm im Zeltlager. Es sollten noch viele Folgen. Stolz waren wir Rover damals auf unser zweistöckiges Zelt, das eigentlich nur entstand, weil wir aus Versehen die Hochkote um eine Planenreihe zu hoch geknüpft hatten. Aber vom Balkon auf den Zeltplatz hinabsehen ist toll, auch wenn man in der Nacht heruntergehoben wird.
Beschlossen wurde das Lager durch einen Platzregen, der unser Zelt und auch einige andere umschmiss und uns zum Umzug in eine Scheune zwang. Am nächsten Tag durften wir im leichten Regen abbauen. Wer schon mal nasse Knoten aus Seilen gelöst hat, weiß wie anstrengend das ist. Andi Kless hackte unseren Mastwurf mit dem Zitat “Ich wusste gar nicht, dass ihr solche Knoten machen könnt!“ auf. Das lange Seil des Stammes war nur noch halb so lang.
Aber so ist Zeltlager und „…des is hoid wos i mog, daham, in der Steiermoak.“, wie es im Refrain unseres Lagersongs aus der Feder von Ralf Müller und Schorsch Huber lautete.


Am Ende der Sommerferien war dann noch Bezirkslager in Schechen. Wir waren auch dabei. Kalt war’s da schon Anfang September in der Nacht, und die Abende mussten schon im Zelt verbracht werden, z.B. bei uns im Angesicht zweier Wolkenkratzer.

Kurz vor Weihnachten veranstalteten wir dann noch ein Wochenende im Seegatterl zum Thema „Hoizhacka“, es gab nicht viele, die in den endlosen Weiten der Wälder Kanadas bei Reit im Winkel die Meisterprüfung der Holzhacker bestanden. Ich war nicht darunter. Auf jeden Fall war dies die Geburtsstunde der Themenwochenenden in Seegatterl. Stechl



Leitzach (1999)

1999 wieder regional. Es ging an die Leitzach bei Esterndorf. Mein erstes Zeltlager als Rover. Und als Revoluzzer. Rover fahren nicht mit dem Fahrrad hin, sondern mit dem Moped. Komisch, dass man das, was man damals voller Überzeugung gemacht hat jetzt acht Jahre später auf einmal schlecht findet. Aber mit 16 hätte ich es damals wahrscheinlich auch ein zweites Mal so gemacht. Man kann von einem schönen Lager im Wald direkt am Bach sprechen, bis zu dem Zeitpunkt als der Durchfall begann. Zuerst mit Blähungen, dann mit Bauchweh, der erste Klogang, die Bauchkrämpfe, schließlich der Papa mit dem Auto und am Schluss Kinderarzt Dr. Wahnschaffe, der alle wieder gesund machte, die vom Leitzachwasser krank geworden waren. Wie viele es waren, weiß ich nicht mehr, aber sieben oder acht Kids hat auf alle Fälle damals im Sommer 99, im letzten Zeltlager des Jahrtausends, der Durchfall erwischt. Im November wurden wir dann noch von unseren Leitern nach Seegatterl, dem Haus der Diözese für ein Wochenende entführt. Stechl



Flensburg, Stöbersberg, Westernohe 1st (1996 bis 1998)

1996 war dann das Ziel Irland aus dem dann schließlich das Lager in Flensburg wurde. Ich war leider im Spydergarden nicht dabei. Aber viele schwärmen noch heute.

Für das Jahr 1997 war somit wieder ein Sommerlager in der Region angesagt. Wir fuhren alle gemeinsam mit dem Fahrrad nach Stöbersberg bei Rott und verbrachten die Zeit dort mit bekanntem Zeltlagerprogramm, Hikes (meine ersten zwei Hikes die ich wohl nie vergessen werde), baden im Rotter Ausee und aus dem beliebten Survival-Tag wurde ein Steinzeittag der viel Spaß bereitete. Besonders in Erinnerung ist mir geblieben, dass die auf dem unteren Platz lagernden Jugendlichen beim Fahnenstehlen am helllichten Tag unseren wunderschönen Fahnenmast (gebaut von Martin Mayr) umschmissen und wir den Abend mit dem Aufbauen eines neuen Mastes und den Vorbereitungen auf den neuen Anlauf (denn die Fahne hatten sie nicht bekommen) verbrachten. Gekommen ist dann aber bloß eine Leiter des anderen Lagers mit einer Entschuldigung und einer Schachtel Schoki. Na immerhin. Und überhaupt Martin Mayr. Der wurde nämlich in diesem Lager StaVo und musste als Leiterprüfung Feuer ohne Streichhölzer und Feuerzeug machen. Er hat’s nicht geschafft, aber Leiter wurde er trotzdem. Am Lagerende gab es noch die Lagerhochzeiten (Seit wann gibt’s die denn? Schon immer?) und ich war besonders aufgeregt vor der „Willst Du?“ Frage und dem Hochzeitskuss, wenn auch nichts Ernstes daraus wurde. Aber Ralf Müller hat in diesem Zeltlager begonnen per Lagerhochzeit jedes Jahr ein Mädchen aufzureißen.


Diözesanlager 1997


Im Jahre 1998 sind wir dann ins DPSG-Bundeszentrum nach Westernohe gefahren. Und zwar mit der Bahn. Etwa zehn Stunden auf bewährte Weise: Mit dem Wochenendticket. Allein das war schon ein Erlebnis für uns Pfadis, was ich damals war. In überfüllten Zügen auf dem Boden sitzen, die erste Klasse stürmen und sich über grantige Schaffner lustig machen kann wirklich viel Spaß machen. Gemeinsam sind wir halt stark. Das Material ist mit dem Kleinbus der Dragodiles, der ehemals erfolgreichen Eishockeymannschaft des EHC Bad Aibling gekommen. Im Tankdeckel steckte ein Lumpen, weil dieser nicht zu öffnen war und deshalb aufgebrochen werden musste. Dann konnte man ihn aber nicht mehr verschließen. Deshalb der Lumpen. Aber so was gibt’s halt bei den Pfadfindern und das konnte das für mich geilste Lager aller Zeiten nicht schlechter machen. Ein wahnsinniger Zeltplatz mit vielen anderen Pfadfindern zum Abzeichen Tauschen, viel (Wester-)Wald in dem man sich herumtreiben konnte und der erste Siedlertag der Stammesgeschichte. Es hat zwar am Anfang etwas geregnet, aber dann war es richtig schön. Oh du schöner Westerwald. Stechl



Dänemark, Mattsee, Jarezöd (1991 bis 1995)

1991 dann Sommerlager in Nußdorf. Es war traumhaft schönes Wetter bis zum letzten Abend. Dann kam der Regen, aber das kannten wir ja mittlerweile schon.


Auch 92 kein Großereignis, aber schön war und schöner Zeltplatz: eine Woche bei Penzberg am Eizenberger Weiher. Und wir erfüllten uns unseren Wölflingstraum – wir stellten den schönsten, größten, stabilsten Turm unserer ganzen Stammeslaufbahn auf. Gott, waren wir stolz!


1993 schließlich unsere zweite große Fahrt, auf nach Sandsgaard! Das liegt bekanntlich in Dänemark und wir waren ganze 24h mit dem Bus dorthin unterwegs. Aber dann: Meer, Dünen, ein Haus in den Dünen, Strand, Sand, Sand, Sand… Sand in den Schuhen, Sand im Schlafsack, Sand im Essen, Sand im Mund…
Alborg, Wasserpark Farup (rutsche ähnlich wie die in Dundee, gell Helmut, Lotti, Urte und Babsi), Legoland. Es war ein traumhaftes Sommerlager, auch wenn sooft angerufen wurde (auch ein kleiner Insider). Im Kreis der Kreise entbrannte eine handfeste Familienkrise im Hause Eisenkolb, dafür wurde dann beim Schelln-Neuner-Tanz große Versöhnung gefeiert (danke noch mal an Andi Kless und Lotti). Zum Abschluss dichteten Tom und Lotti noch unser Dänemarklied: Skandal im Sansgaard.



1994 wieder Ausland, mehr oder weniger. Wir besuchten unser schönes Nachbarland und fuhren an den Mattsee – leider der einzige Zeltplatz, wo wir Zeit unseres Stammeslebens Platzverbot haben (und das ungerechtfertigt). Um alte Gewohnheiten nicht aufzugeben, machten wir unter Toms Anleitung und zum Entsetzen unserer italienischen Lagerplatzachbarn einen Regentanz, der Erfolg brachte: Es regnete das erste Mal seit drei Wochen. Ansonsten wohl eines der heißesten Lager, die wir je erlebt haben: sieben Kids mit Hitzeschaden nach Hause!


Tja und 1995 konnten wir sogar zu Fuß ins Sommerlager gehen – nach Jarezöd. Und da hat es überhaupt nicht geregnet, nicht einen einzigen Tropfen, eine ganze Woche lang nicht.
Aber da wir unsere selbstkonstruierte Dusche beim Bauernhof hatten und die Kids am Abend zwangsgeduscht wurden (auch da gab es wieder etliche peinliche Szenen), hatten wir in diesem Jahr keine Hitzeopfer zu beklagen.

Ich hoffe, Ihr alle könnt Euch an die vielen kleinen Erlebnisse erinnern und Eure Gedanken sind beim Lesen abgeschweift wie meine beim Schreiben… Für mich waren die Pfadi Aktionen der größte Teil meiner Jugend und ich werde mich immer wahnsinnig gerne daran erinnern.
Eure Andi (Kurze)



Schottland und Die wilde 13 (1989 bis 1991)

1989 dann das Jahr der Superlative: Drei Wochen Schottland – davon zuerst ein paar Tage bei unseren Schotten in Prestwick am Atlantik, dann 10 Tage internationales Camp in Scone Palace. Aufgeteilt in kleinere Gruppen waren wir in Troops untergebracht, die mit ihren Troopleader unterschiedliches Programm erlebten. Das ging dann vom einfachen Schwimmbadbesuch in Dundee (noch immer frage ich mich wie wir diese Mörderrutsche überleben konnten) über einen Besuch in Edinburgh und in einer Wiskeydestillery bis hin zum Abseiling, Surfing, Rafting etc. Man muss noch erwähnen, dass diejenigen mit den lila Abzeichen diejenigen waren, die immer gut essen konnten, gut behandelt wurden, machen durften was sie wollten usw. im Gegensatz zu jenen mit dem gelben Abzeichen, die die berühmte Karte gezogen hatten (die ich aus Gründen des Anstandes nicht nennen will). Tag für Tag konnte man wieder die verschiedensten Entgleisungen unserer Pfadis in der Lagerzeitung lesen, auf die auch aus Gründen des Anstandes nicht eingehen will.
Jedenfalls waren wir alle froh, trotz des schönen Lagers wieder in Prestwick zu sein und dort im Garten zu schlafen (für Insider Zügen den Finger zeigen). Stefan G. ging dem uralten Brauch des Pfählens nach – zum Entsetzten von Bob, der die Stangen und Pfähle wohl nie wieder aus der Erde gekriegt hat. Allzu schnell waren die drei Wochen um und es ging nach Hause.

Noch im Herbst war das nächste Großereignis: Die wilde Dreizehn – Diözesanlager in Königsdorf. 13 Bezirke waren dabei, die Rosenheimer stellten eine Riesenjurtenburg auf. Und wie sollte es anders sein: Am letzten Abend kam der Regen. Nein es kam der Wolkenbruch und wenn ich Wolkenbruch sage, meine ich auch Wolkenbruch. Immerhin stand unsere Jurte noch, als ich sie nach dem Regenguss aufsuchte. Dummerweise stand aber knietief (!) Wasser drin. Die Wiese, auf der sie stand war auch nicht mehr, und auch der Weg, der zur Wiese führte; eigentlich war gar nichts festes mehr da, nur Wasser, Wasser, Wasser. Trotzdem, wir haben’s überlebt.

Scheinbar war uns das Wasser noch nicht genug gewesen – im nächsten Jahr, als die Schotten wieder da waren, ließen wir uns eine Woche bei 32 Grad mit Schlauchboten die Altmühl bis nach Eichstätt runtertreiben Andi (Kurze)



Leitzachlager und...Schottland!! (1982 bis 1988)

1982 (in den ersten Jahren noch in den Pfingstferien!) durften wir Pfadis dann auch das erste Mal mit an die Leitzach ins Sommerlager, ein Privileg, das uns die Ministranten zunächst nur schweren Herzens zugestanden. Eigentlich kann ich mich nur erinnern, dass wir am vorletzten Abend dort so eingeregnet sind, dass wir unsere Zelte abbrechen mussten. Nachdem das das nächste und Übernächste Jahr auch wieder passierte (1984 war die Leitzach so weit über die Ufer getreten, dass der Wald buchstäblich im Wasser versank), beschlossen unsere Gruppenleiter (Andrea Jaworski, Stephan Hartwig, Christine Enderlein, Stefan Gaube, Frau Winhart, Beate Keidel und Alfred Schuster), in Zukunft das Lager auf die Sommerferien zu verlegen. Ich kann’s gleich sagen - es hat nichts genutzt! Solange ich zurückdenken kann, sind wir bis `93 noch fast jedes Mal eingeschifft und meistens einen Tag früher heimgefahren.

Unser erstes Bezirkslager (wir waren zu dieser Zeit noch mit dem Bezirk Rosenheim zusammen) fand `85 statt – in Stöbersberg. Beeindruckt standen wir damals vor dem riesigen Lagerturm, der mit für uns unvorstellbaren Mühen aufgestellt worden war. Was hätten wir darum gegeben, auch einmal einen Turm zu bauen! `86 wieder Sommerlager an der Leitzach, und schon wieder total eingeregnet.

Pfingsten `87 gab’s dann das zweite Bezirkslager – der Lagerturm stellte mit 13,5 m (die Höhe habe ich mir so genau gemerkt, weil ich mich, um meine Ehre zu retten, überreden ließ. An der sehr wackligen Strickleiter hochzusteigen) alles in den Schatten stellte, was bisher dagewesen war.

Im August flogen alle ab 16 nach Schottland (Tom und ich ärgerten uns fast tot, weil wir zu dieser Zeit erst 15 waren.), um unseren neuen „Austauschstamm“ aus Prestwick kennen zu lernen.

Und `88 war es dann soweit – die Schotten kamen nach Deutschland. Zuerst verbrachten wir unser Sommerlager zusammen mit ihnen an der Leitzach (das letzte Mal Esterndorf!!!), die folgenden zwei Wochen gab’s ewig viel Freizeitprogramm: Hofbräuhaus, Herrenchiemsee, Salzbergwerk…
Auch die deutsch-schottische Liebe blühte. Oh yeah.
Ach ja, wir sind das erste Mal nicht eingeregnet!!! Andi (Kurze)



Die Anfänge

Tja, da sitze ich nun und soll die Stammeschronik schreiben – schließlich bin ich ja so was wie die Stammesälteste (nicht nur die Stammeskürzeste…) Ist aber gar nicht so leicht, sich all die Erlebnisse und Erfahrungen, all die Zeltlager, Fahrten und Hikes in Erinnerung zu rufen. Doch das Schwerste ist nicht, sich zu erinnern, sondern nicht ständig bei diesem oder jenem Lagererlebnis stehenzubleiben, die Gedanken schweifen zu lassen und davon zu träumen, noch einmal als Wölfling das erste Mal durch den Wald zu streifen, oder als Pfadi das erste Mal total verliebt am Lagerfeuer zu sitzen, oder als Rover das erste Mal die Last der eigenen Verantwortung zu spüren…Ja, ich merke ich schweife ab.

Angefangen hat wohl alles im Oktober 1981, als ich gerade neun Jahre war: Damals fand sich unser erster Diakon Alfred Schuster mit ein paar Eltern zusammen und beantragte die Mitgliedschaft in der DPSG. Und der Stamm St. Franziskus war geboren. Andi (Kurze)



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